Apothekerverband: Rabattverträge sparen Kosten
Der Deutsche Apothekerverband hat pünktlich zum Jahreswechsel neue Zahlen zum Thema Rabattverträge zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Pharmaunternehmen veröffentlicht.
Der Bericht des Deutschen Apothekerverband besagt, dass die gesetzlichen Krankenkassen durch Rabattverträge mit den Pharmaunternehmen mehr als eine Milliarde Euro jährlich einsparen. Dieser Trend soll sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Sowohl die AOK als auch DAK hätten bereits Verträge vereinbart und neue Ausschreibungen geplant oder bereits veröffentlicht.
Mit dem im Jahr 2003 in Kraft getretene Beitragssatzsicherungsgesetz und im Mai 2006 in Kraft getretene Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz sowie GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz stehen den gesetzlichen Krankenversicherungen heute weitreichende Möglichkeiten zur Verfügung, Partnerschaften mit Arznei- und Generikaherstellern zu vereinbaren.
Schließt eine Krankenkasse bspw. bei einem Medikament zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion einen Rabattvertrag mit einem Generika-Hersteller, so erhält der Patient – sofern der Arzt dies nicht ausdrücklich auf dem Rezept ausgeschlossen hat – nicht unbedingt das gewohnte Präparat eines der großen Pharmaunternehmen sondern ein Medikament mit dem gleichen Wirkstoff, gleicher Dosierung, gleicher Packungsgröße, gleichem Indikationsbereich und vergleichbarer Arzneiform, vom Hersteller, der einen Rabattvertrag mit der Krankenkasse des Patienten geschlossen hatte.