Immer weniger gesetzliche Krankenkassen bestehen am Markt

20 August 2010 Kein Kommentar

Der Markt der gesetzlichen Krankenkassen hat sich seit 1990 um weit mehr als 900 Kassen reduziert – meist, weil kleine Kassen von großen Gesellschaften aufgekauft wurden. Massiv eingesetzt hat die Konzentration auf dem Krankenkassen Markt vor der Einführung der freien Kassenwahl Ende 1996. Damals war eine enorme Bewegung an Zusammenschlüssen der davor regional und örtlich unabhängigen Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOKs) zu verzeichnen.

Aber auch danach ist eine Reihe von gesetzlichen Kassen vom Markt verschwunden. So zählte das Bundesgesundheitsministerium am 10. Juli 2009 noch 186 Kassen, bis zum Jahreswechsel 2009/2010 hatte sich diese Zahl um weitere 11 Kassen auf nur noch 175 reduziert.

Ein Grund für die enorme Fusionswelle bei den Gesetzlichen ist sicher die Möglichkeit der Krankenversicherer, seit 2007 Arzneimittelrabatte aushandeln zu können oder mit Hausarztverbänden eigene Vergütungsvereinbarungen zu treffen. Bei diesen Verhandlungen haben große und mitgliederstarke Kassen bessere Möglichkeiten, ihre Forderungen durchzusetzen.

Hinsichtlich der Versichertenzahlen liegen die 15 AOKs mit den 8 Ersatzkassen im Augenblick an der Spitze. Sie versichern zusammen etwa 66 Prozent der Beitragszahler, während die 155 Betriebskrankenkassen einen Marktanteil von fast 20 Prozent ausmachen.

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