Private Krankenversicherung Gesundheitsprüfung
Die private Krankenversicherung orientiert ihre Beiträge maßgeblich am jeweiligen Risiko. Demnach müssen Sie immer dann höhere Beiträge bezahlen, wenn das Risiko der Versicherung, Leistungen an Sie bezahlen zu müssen, steigt. Dies ist beispielsweise bei jungen Frauen der Fall, bei denen die Kosten für Geburten kalkuliert werden müssen. Auch werden Frauen im Durchschnitt älter, wodurch auch hier Behandlungskosten steigen können.
Letztlich müssen die Versicherungsunternehmen für Versicherte, die bereits Vorerkrankungen oder auch chronische Erkrankungen aufweisen, deutlich höhere Leistungen bezahlen. Da die privaten Krankenversicherungen jedoch keine Solidarversicherung sind, müssen diese höheren Leistungen auch mit höheren Beiträgen bezahlt werden.
Um diese korrekt berechnen zu können, müssen Antragsteller verschiedene Gesundheitsfragen beantworten. Hierzu gehört zum einen die Frage, ob der Antragsteller Raucher ist, Übergewicht hat oder bereits Medikamente zur Blutdrucksenkung einnimmt. Gleichzeitig fragen die Versicherungsunternehmen nach vorhandenen Krankheiten, kürzlichen Krankenhausaufenthalten sowie regelmäßigen Medikamenten. Wer diese Gesundheitsfragen selbst nicht beantworten kann, kann auch seinen Hausarzt von der gesetzlichen Schweigepflicht entbinden, so dass dieser der Versicherung die gestellten Fragen beantwortet. Erst dann, wenn alle Angaben vollständig sind, kann ein Versicherungsangebot erstellt werden.
Der Beitrag zur privaten Krankenversicherung ist demnach für jeden Versicherungsnehmer unterschiedlich. Da jede Versicherung die Risiken jedoch verschieden bewertet kann es sich durchaus lohnen, Angebote bei mehreren Versicherungsunternehmen anzufordern, um diese besser vergleichen zu können.
In jedem Falle sollten Sie beim Antrag bei der Wahrheit bleiben, da sie sonst gegebenenfalls ihren Versicherungsschutz verlieren können.