Zukünftig geringere Prämien für Versicherungsvermittler in der PKV?

12 Dezember 2010 Kein Kommentar

Die Private Krankenversicherung gilt als das liebste Kind der Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler – im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung erhält ein Vermittler eine großzügige Provision bei relativ kurzer Haftungszeit.

Vor dem Hintergrund der anstehenden erleichterten Wechselbedingungen aus der Gesetzlichen in die Private Krankenversicherung sollte jeder Versicherte genau prüfen, welche der beiden Optionen der individuell passende Weg ist.

So kritisierte dann auch das Bundesverbraucherschutzministerium kürzlich diese teilweise fast unverhältnismäßig hohen Provisionen an Versicherungsvertreter und Makler. Gleichzeitig weist das Bundesversicherungsamt darauf hin, dass diese hohen Prämien in der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht erlaubt seien.

Für das Jahr 2010 gilt bei den gesetzlichen Krankenkassen ein Limit von maximal 76,65 Euro, die die gesetzlichen Kassen für die Anwerbung neuer Mitglieder zahlen dürfen. Dies geht auf eine Entscheidung der Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder hinsichtlich beschlossener Wettbewerbsgrundsätze. Das Bundesgesundheitsministerium unterstützt diese Höchstgrenze und sorgt auch für die Einhaltung – sie wird strengstens überwacht.

Letztlich wird auf diesem Weg nicht nur ein ausuferndes Interesse der Vermittler vermieden, sondern auch, dass die Kassen ihre eingenommenen Beiträge für die ärztliche Versorgung der Versicherten statt für die Akquise neuer Kunden einsetzen.

Gerade deshalb und unter Berücksichtigung der erleichterten Wechselmöglichkeiten sei es für gesetzlich Versicherte nun dringend angeraten, vor dem Ausscheiden aus der GKV zu prüfen, ob der Wechsel tatsächlich sinnvoll sei oder nicht.

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