Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Medizin – Wahrheit oder Klischee?
Die Diskussion ist nicht neu und das Klischee auch nicht – sind gesetzlich Versicherte nun Patienten zweiter Klasse oder nicht? Da sind die privilegierten Privatpatienten auf der einen Seite, die gesetzlich Versicherten auf der anderen Seite, die froh und dankbar sein können, überhaupt einen Termin zu erhalten. Aber sieht die Realität tatsächlich so aus? Oder hält sich hier ein Vorurteil wieder einmal besonders hartnäckig?
Eine Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen – kurz WINEG genannt – brachte es an den Tag: hier hält sich ein Vorurteil offensichtlich ganz besonders lange. Das Ergebnis der Untersuchung spiegelt eine andere Aussage wider, und ist recht erstaunlich.
Neun von zehn der Befragten sind mit der Wartezeit auf einen Arzttermin durchaus zufrieden. Über zwei Drittel äußerten sich außerdem positiv bezüglich der Wartezeit in der Praxis. Auch mit der Freundlichkeit des Personals und dem Klima in der Praxis zeigt man sich zufrieden – so die Meinung von über 90 Prozent der Versicherten. So stellt das WINEG dann auch fest, dass man angesichts dieser Zufriedenheitswerte zur Organisation der Praxen kaum von einer Zwei-Klassen-Medizin sprechen könne oder gar von einem Zwei-Klassen-Service.
Im Fall des Falles, falls ein Versicherter der TK doch keinen zeitnahen Termin bekommt, kann er sich an den gebührenfreien TK Termin Service wenden. Die Mitarbeiter des TK Termin Service sind behilflich, schnellstmöglich einen passenden Arzt inklusive des Termins zu finden. Die Hotline ist unter der Woche von sieben bis 22 Uhr telefonisch erreichbar – und ein weiteres Indiz für den außergewöhnlichen Service der TK!